Einblick & Austausch: Die Architektur der kollektiven Transparenz
Dieses Projekt untersucht die Synergie zwischen funktionalem Raster und sozialer Interaktion in einem urbanen Kontext. Basierend auf einer modularen Unit-Größe von 3x4 Metern wurde ein Entwurf entwickelt, der durch die Reduzierung privater Flächen maximale Offenheit für gemeinschaftliches Leben schafft.
Das architektonische Konzept nutzt versetzte Lufträume und Brücken, um eine vertikale Kommunikation über alle Etagen hinweg zu fördern. Während die Fassade durch Holzlamellen Privatsphäre für die Wohneinheiten garantiert, macht die großflächige Verglasung der Gemeinschaftsräume das innere Raster nach außen hin sichtbar. Ein Entwurf, der zeigt, wie durch intelligentes Layout und konsequente Strukturierung Begegnungsräume entstehen.
Die Infografik zeigt die funktionale Stapelung des Entwurfs. Durch die gezielte Zuordnung von Farben und eigens entwickelten Piktogrammen wird das Prinzip der „ausgegliederten Funktionen“ visualisiert, welches die Bewohner zur Interaktion über die verschiedenen Etagen hinweg anregt.
Als haptisches Gegenstück zur digitalen Planung dient das physische Architekturmodell im Maßstab 1:100.
Der Bau von Hand ermöglichte eine tiefere Auseinandersetzung mit den Proportionen der Baulücke und der Rhythmik der Fassadenlamellen. Diese handwerkliche Präzision spiegelt meinen Designanspruch wider: Konzepte nicht nur visuell zu entwickeln, sondern sie in ihrer Materialität und räumlichen Wirkung vollends zu durchdringen.